Ich habe für michb selber beschlossen, nicht sofort einzuschalten bzw mein Apple TV+ Abo zu starten, obwohl die fünfte Staffel jetzt am 24. September gestartet ist. Stattdessen warte ich, bis zumindest sechs Folgen online sind und dann steige ich mit ein. Ein Wochenende nehme ich mir dann nur für Jackson Lamb und sein chaotisches Team. Vorher noch einmal ein kompletter Rewatch der ersten vier Staffeln, um jede Nuance wieder im Kopf zu haben. Es klingt fast nach Ritual, aber es ist für mich die schönste Art, in diese Welt einzutauchen.
Gary Oldman verkörpert Jackson Lamb mit einer Intensität, die mich jedes Mal verblüfft. Diese Mischung aus Zynismus, Trägheit und brillanter Schärfe.Es wirkt so mühelos, obwohl es das sicher nicht ist. Dass er dieses Jahr den Emmy nicht gewonnen hat, war enttäuschend, aber es mindert nicht den Eindruck, dass er eine der besten Figuren im aktuellen Serienuniversum geschaffen hat. Wenigstens durfte Adam Randall für seine Regie nach vorne treten.
Und dann dieses Tempo: fünf Staffeln in dreieinhalb Jahren. Es wirkt fast wie ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, wie viele Produktionen auf Netflix oder anderswo jahrelang pausieren. Wednesday zum Beispiel, drei Jahre für nur eine Staffel. Da fühlt sich die Handlung plötzlich wie aus einem anderen Leben an.
Vielleicht liegt die Magie von Slow Horses genau darin. Keine Pause, kein Stillstand. Es lebt, atmet, wächst. Und ich, ich warte gerne.