Manchmal hat man so einen Filmabend, an dem man einfach abschalten will. Man klickt sich durch Amazon, Prmie entdeckt einen bekannten Titel, sieht einen vertrauten Namen, Ice Cube, und denkt sich: „Warum nicht?“ So ging’s mir mit War of the Worlds gestern Abend. Ich wünschte, ich hätte es gelassen. Bzw, ich hätte früher einfach abgebrochen. Man muss sich nicht jeden Dreck zu Ende ansehen. Aber ich hab’s leieder Gottes dann durchgezogen.

Von der ersten Minute an fühlte sich etwas, sagen wir mal so, falsch an. Nicht nur billig, sondern irgendwie leer. Die Bilder wollten groß wirken, aber stattdessen wirkten sie wie aus einem Schülerprojekt, das unbedingt Hollywood spielen möchte. Ice Cube stapfte durch die Szenen, als würde er auf Autopilot laufen, während um ihn herum alles in einer Mischung aus schlechten Effekten und bedeutungsschweren Blicken versank.

Das Problem war nicht nur das Aussehen. Es war die Haltung des Films. Diese unerschütterliche Überzeugung, ein ernstes, tiefes Science-Fiction-Drama zu sein, während er in Wahrheit nicht mal den Charme eines soliden B-Movies hatte. Die Dialoge wollten philosophisch klingen, landeten aber irgendwo zwischen Phrasendrescherei und unbeabsichtigter Komik.

Spannung? Fehlanzeige. Die Action, wenn man sie so nennen möchte, war verwackelt und hektisch geschnitten. Oft wusste ich nicht mal, wer gerade wen oder was bekämpft. Und je länger ich zusah, desto klarer wurde mir, dass hier kein kreativer Plan steckte, sondern eher der Versuch, aus einem bekannten Markennamen Kapital zu schlagen.

Man denkt unweigerlich an Spielbergs Version. An diese dichte Atmosphäre, das Gefühl einer echten Bedrohung. All das fehlte hier. Stattdessen bekam ich Szenen, die sich anfühlten, als wären sie ohne Überzeugung zusammengesetzt worden, begleitet von einer Musik, die dramatischer war als alles, was auf dem Bildschirm passierte.

Am Ende blieb nur Frust. Kein Moment, den ich gerne noch einmal sehen würde. Keine Szene, die im Gedächtnis bleibt, außer vielleicht als Warnung.