Stellt euch vor, ihr müsst einfach nur ein Dokument holen. Klingt leicht, oder? Also zumindest denkt man das – bis man im „Haus, das Verrückte macht“ steht, so wie Asterix und Obelix im legendären Film Asterix erobert Rom. Ja genau, es geht um den berühmten Passierschein A38. Ehrlich gesagt, ich kann kaum glauben, dass das jetzt schon 65 Jahre her ist, seit die Szene erstmals im TV gelaufen ist. Unfassbar, wie zeitlos die Nummer ist.

Falls ihr den Clip nicht kennt (und dann müsst ihr echt was nachholen), STUDIOCANAL Germany hat ihn netterweise auf YouTube hochgeladen. Also am besten gleich anschauen und laut mitlachen, weil: Es gibt nichts Besseres, um die Absurdität von Bürokratie auf die Schippe zu nehmen.

Da stehen Asterix und Obelix also in diesem Irrenhaus, um dieses legendäre Stück Papier zu holen – den Passierschein A38. Es beginnt ganz harmlos: Eine Dame am Schalter sagt, sie brauchen nur das Dokument. Aber dann geht’s los: „Gehen Sie zum Schalter 12!“, „Ach nein, das ist der falsche Schalter. Versuchen Sie es bei Schalter 7!“ und so weiter und so weiter. Ihr könnt euch vorstellen, wie die beiden von einer Stelle zur nächsten geschickt werden, immer in der Hoffnung, dass der nächste Beamte endlich das richtige Dokument hat.

Und ich schwöre, jedes Mal, wenn ich irgendwo in einem Amt sitze und meine Nummer auf diesem Display blinkt, muss ich an diese Szene denken. Die Verwirrung, die endlosen Korridore, die völlig verwirrenden Anweisungen – das ist einfach das echte Leben, oder? Der Film hat das perfekt eingefangen, und zwar schon in den 1970ern. Der Wahnsinn ist ja, dass es sich bis heute nicht geändert hat. Wir alle haben doch schon mal das Gefühl gehabt, irgendwohin geschickt zu werden, nur um dann wieder zurück zum ersten Schalter zu müssen, weil „da noch was fehlt“.

Am Ende schaffen es Asterix und Obelix natürlich, das System auszutricksen. Das ist ja das Schöne daran – die beiden drehen den Spieß einfach um und bringen die Beamten so sehr durcheinander, dass diese das ganze Chaos nicht mehr aushalten. Da bleibt einem fast das Lachen im Hals stecken, weil man sich heimlich wünscht, sowas selbst mal hinzubekommen. Einfach der Bürokratie den Spiegel vorhalten und die „Formular B-65“-Strategie anwenden, bis die Leute selbst nicht mehr durchblicken. Ach, man darf ja noch träumen.

Was die Szene für mich aber so besonders macht, ist die Tatsache, dass sie so universal ist. Egal, ob man in Österreich, Deutschland oder irgendwo anders wohnt, jeder kann das nachvollziehen. Jeder kennt diese Absurdität, die Asterix und Obelix da erleben. Es ist wie ein kollektives Trauma – das aber wenigstens genug Stoff für eine gute Lache bietet.

Wenn ihr also gerade mal wieder in einer Behörde sitzt und euch denkt, dass das hier einfach nicht wahr sein kann, dann denkt an den Passierschein A38. Und vielleicht bringt euch der Gedanke ja ein kleines Grinsen aufs Gesicht – schließlich sind wir alle irgendwann mal ein bisschen Asterix.

Schaut euch den Clip an und genießt diesen herrlichen Moment der Bürokratie-Absurdität. Vielleicht finden wir ja doch noch irgendwann einen Weg, die Beamten selbst in ihrem eigenen Irrgarten zu verlieren.